Nordic Fitness schreibt Geschichte
Was vor 30 Jahren als Sommertraining der Skilangläufer seinen Anfang nahm, hat sich heute als eine der erfolgreichsten Fitnessformen bei Jung und Akt etabliert. Wer heute „mit dem Stock“ geht, gilt als gesundheitsbewusst, leistungsfähig und voll im Trend. In Finnland, der Heimat dieser natur-verbundenen Sportart, walkt bereits jeder fünfte mit Beinarbeit und Armeinsatz durch die wunderbare Natur.

Und der Trend ist weiterhin steigend. Nach den Skilangläufern, Biathleten und nordischen Kombinieren entdecken zunehmend auch Bewegungsamateure und sportliche Spaziergänger den vitalen Reiz dieser – ursprünglich Skigang genannten – Sportart. Anfang des Jahres 2000 wurden die ersten Trainer ausgebildet.
Heute gibt es alleine in Deutschland 15.000 Nordic Walking Instruktoren, und mehrere Millionen haben sich bereits dieser gesundheitsfördernden Sportbewegung angeschlossen. In den Vereinigten Staaten sind es bereits 90 Millionen, die dynamisch durch die Landschaft walken.
Unkompliziert, wetterunabhängig und für jedes Alter geeignet, bietet Nordic Walking die ideale Alternative für all jene, denen Jogging zu schnell geht und Spaziergänge zu langsam sind, aber dennoch Wert auf Lebensqualität, Wohlbefinden und Gesundheitsvorsorge legen. Schließlich sind die positiven Auswirkungen, die diese Art der sanften Fitness und Bewegungsapparat, Stoffwechsel, Psyche, Hormon- und Immunsystem ausübt, längst bewiesen. Stresshormone werden reduziert, Glückshormone ausgeschüttet. Daher schwimmen auch immer mehr Menschen auf dieser sanften und natürlichen Welle der Gesundheitsprävention mit.

WALKEN STATT WANDERN
Im Grunde bedeutet Walking, das im Finnischen „Sauvakävely“ hieß, nichts anderes als flottes Gehen. Das „Nordic“ ist alleine ein Hinweis auf die Heimat dieser Sportart, Finnland, denn von dort begann der Siegeszug des „gesunden und flotten Gehens“ um die ganze Welt.
Doch Walken ist trotzdem nicht vergleichbar mit Gehen, Wandern oder Spazieren. Walken ist eine Art dynamisch flotte Fortbewegung mit Beinarbeit und beschwingtem Armeinsatz; im Unterschied zum Normalgang, bei gleichzeitiger Verwendung von zwei Walking-Stöcken, aber weitaus sportlicher. Das führt nicht nur zu einer Kräftigung der Arm,- Schulter- und Rückenregion, sondern auch zu einem sanften Muskeleinsatz des gesamten Körpers. Sozusagen ein Ganzkörpertraining. Dazu werden 400 Kilokalorien pro Stunde verbrannt, bei „normalem“ Gehen etwas 280. Selbst Jogger, die 60 Minuten im Dauertrab durchhalten, verbrauchen nicht viel mehr, als die gemütlichen Walker.
Quelle: "Schlank und fit mit Nordic Walking" von Ulrich Pramann und Bernd Schäufle
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